Die Kunststile der Wikinge

Wenn Ihr euch für das Mittelalter und seinen Schmuck interessiert, dann kommt ihr früher oder später auch mit den Wikinger und ihrer wunderschönen frühmittelalterlichen Kunstformen, auch als Wikinger Stile bekannt, in Kontakt. Sie sind unverwechselbar, waren als Verzierungen allgegenwärtig, und sind auf Gegenstände des Alltag, Waffen, Bauwerken, Schmuck und sogar den berühmten Runensteinen zu finden. Ich versuche euch mal einen Überblick über die einzelnen Kunst-Stile näher zu beleuchten und euch einen kleinen Überblick zu verschaffen.

 

Der Vendel-Stil ca. 550–800

Eigentlich vorwikingerzeitlich markiert der Vendelstil den Beginn der eigenständigen Kunstformen in Skandinavien und bekam seinen Namen nach dem bei Uppsala in Schweden gelegenen Bootsgrab in Vendel. Es wird in fünf Varianten des Vendelstil unterschieden und mit Vendel A - E bezeichnet werden und zusätzlich vom älteren (6. bis 7 Jahrhundert) und jüngeren Vendelstil (7. bis 8. Jahrhundert) unterteilt. Der Vendel-Stil ist eigentlich die nordeuropäische Form der Tierornamentik der Germanen und wurde vor allem auf Fibeln, Metallbeschlägen und sogar auf Helme gefunden.

Bekanntester Fund von Artefakten die dem Vendel-Stil zugeordnet werden ist das Schiffsgrab Sutton Hoo ist eine archäologische Ausgrabungsstätte in der Nähe der Stadt Woodbridge, Suffolk, in der ostenglischen Region East Anglia.

 

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Broa-Stil ca. 750 – 825

Seine Ursprünge kommen aus dem germanischen Tierstil, aber mit dem Broa-Stil, wissenschaftlich als Stil III / E bezeichnet, beginnt eine Reihe von skandinavischen Kunststile, die man getrost als ein Markenzeichen der Wikingerkunst bezeichnen kann. Dabei überschneiden sich  einzelne Stile zeitlich, was meist einen Übergang bedeutet bzw. später einzelne Stile in bestimmten Regionen sich nicht durchsetzten. Funde von Schmuckstücken des Broa-Stil in Form von Buckelfibeln in Oland/Schweden, Amulette und Zaumzeugverzierung auf Gotland belegen das der Broa-Stil nur in Skandinavien vorkam. Zum fast gleich vorkommenden Oseberg-Stil sind die die Unterschiede fast gering bzw. ergänzen sich beide Stile wie Funde aus dem

Oseberg-Schiffsgrab belegen durchaus.


Der Broa-Stil lässt die damals dominierende Tierformen mit Rankenwerk wie das Bandtier aus irischen und angelsächsischen Einflüssen hinter sich und etabliert daneben das sogenannte Greiftier, ein nicht näher zu erklärendes Tierwesen was außerhalb Skandinaviens keinerlei Bekanntheit hatte, zu dieser Zeit und damit wohl eine Erfindung der Wikinger ist. Das abstrakten Bandtier, deren Köpfe mit runden Augen, seinen offene Hüften mit ineinander verschlungenen, bandartigen Gliedmaßen kommt allerdings weiterhin vor. Das Greiftier dominiert allerdings mit seinen schon fast massigen und “realistischen“ Körper, wobei seine Gliedmaßen fast immer irgendwo reinzugreifen scheinen, was im Broa-Stil oft ein geometrischer Rahmen ist. Oft ist die Gesamtdarstellung auch symetrisch und Unterschiede gibt es nur im Detail.

 

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Der Oseberg-Stil ca. 800 - 875

Über den Oseberg-Stil gibt es oft Diskussion, da einige der Archäologen der Meinung sind, das es kein eigenständiger Stil ist, sondern zum Broa-Stil gehört und nur eine Abwandlung. Die anderen berufen sich auf die unterschiedlichen Funde im Schiffsgrab von Oseberg von denen einige ganz klar dem Broa-Stil zuzuordnen sind, andere sich aber radikal absetzen und auch schon Tendenzen in Richtung des noch kommenden Borre-Stil zu erkennen sind. Wir beziehen uns mit den Oseberg-Stil auf den wikingerzeitlichen Kunststil, der hauptsächlich durch das Oseberg-Schiffsgrab repräsentiert wird und zeitlich überlappend zwischen Broa- und Borrestil datiert wird. Außerhalb von Skandinavien hat der Osebergstil keinerlei Rolle gespielt und ist auch kaum mit Funden belegt.

Der Oseberg-Stil ist eine klare Entwicklung der nordischen Traditionen und hat keine nachvollziehbaren Einflüsse von außerhalb Skandinaviens, mit wiederkehrende Verwendung geometrischer Tierfiguren, Kreise, Spiralen und Strangbändern. Allerdings wirkt die Darstellung eher zusammengewürfelt, es gibt selten klare Abgrenzungen, Tiere und Muster sind meist ohne erkennbaren Anfang oder Ende, sodass alles eher ohne Struktur wirkt, dabei aber fast immer aber geometrisch beziehungsweise spiegelnd. Dadurch ist es schwer den Oseberg-Stil oft als solchen direkt zu erkennen und es gibt wenige Funde die klar als Oseberg-Stil erkannbar sind wie auf Schwerter und Schwertknaufe oder diese Kleeblattfibel oder diese selten Amulett im Osebergstil.

 

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Der Borre-Stil ca. 850 - 975

Der Borre-Stil auch bekannt als Greiftier-Stil ist eine vom 9. bis 10. Jahrhundert entstandene Stilphase der wikingerzeitlichen Kunst. Benannt dem Fund eines verzierten Pferdegeschirr und einer Ringkette aus einem Schiffsgrab nahe der Ortschaft Borre in der Norwegen, ist sich dieser Stil markant durch die Darstellung und Verbindung sogenannter Greiftiere mit geometrischen Ringkettenmuster und auch Knotenornamente ab, welche typischerweise aus Ringen und Rauten bestehen. Diese Flechtbandornamenten sind Stand heute nur aus Skandinavien
bekannt und können daher eine echte skandinavische Innovation der Wikinger Kunst sein. Eine weitere Besonderheit des Borre-Stil ist die Darstellung des wikingerzeitlichen Greiftier. Erstmals war sie nicht mehr seitlich ausgerichtet, sondern schaute direkt einen an. Markant
ist der meist dreieckigen Kopfes mit runden oder mandelförmige Augen, sowie die typischen vorstehende Ohren und die meist ovale Schnauze. Die Penannular Brosche aus Birka ist ein hervorragendes Beispiel für eine Kombination aller Merkmale des Borre-Stils. Ringketten, Knoten,
packende Bestienköpfe sind Teil des Wikinger Schmuckstücks. Dafür verschwand das Bandtier zum ersten Mal in germanischer und nordischer Kunst erstmals fast völlig, was eien Abkehr von den vorherigen Kunststile bedeutete.

Erstmals ging die Verbreitung eines Wikinger Kunststils mit der Expansion und die neuen Siedlungen der Wikinger voran. Funde in Island, Gotland, Britischen Inseln und auch Deutschland belegen das der Borre-Stil der früheste Kunststil außerhalb Skandinaviens exportiert wurde und andere lokalen Stile und Kunstformen direkt beeinflusste. Da es zu diesen Zeitpunkt noch praktisch keine Steinmetzarbeiten in Skandinavien gab, fand der Borre-Stil bereits auf den britischen Inseln unter lokale Künstler Verwendung für viele ihrer Steinarbeiten,
wie Gaut's Cross auf der Isle of Man, wie der borretypische Ringkettenmuster direkt wiederzuerkennen ist. Ein weiterer berühmter Funde des Borre-Stil
sind das Schiffsgrab von Gokstad mit seinen geborgenen Schnitzereien und Metallarbeiten.

 

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Der Jelling-Stil ca. 920  - 975


Die Tierornament auf einem kleinen Silberbecher, auch bekannt als Jellingbecher, zeigt die wichtigen Merkmale der neuen Kunstrichtung, und wurde im Königsgrab von Gorm in Jelling/Dänemark gefunden. Der Jelling-Becher gab diesem eleganten Schmuck-Stil der Wikingerkunst seinen Namen. Der Jelling-Stil entwickelte sich wahrscheinlich schon Ende des 9. Jahrhunderts und verbreitete sich im 10. Jahrhundert über ganz Skandinavien, Island, Osteuropas und auf Teile der Britischen Inseln in Gebieten wo Wikinger zu finden waren.

 

Dieser skandinavische Kunststil ist weitgehend eine Rückkehr zum nordischen Traditionen der Tierverzierung und konzentriert sich wieder mehr auf die schlangenförmigen Bandtier Darstellung, die an den Broa-Stil oder sogar an noch früheren germanischen Stile erinnern, wahrscheinlich durch importierte angelsächsische Kunsteinflüsse. Der Jelling-Stil wirkt eher einfach mit seinen überlappende S-förmigen Aussehen, die dennoch Varianten der Brezelknoten- und Kettenmustern des vorherigen Borre-Stil weiterverwenden, aber anstatt Greiftiere, zeigt er langgezogene Bandtiere mit Halsranken und lockigem Oberlippenlappen und den auffälligebn Schenkelspiralen.

Funde in Grabbeigaben belegen ihn häufig auf Scheibenbroschen und runden Amulette, neben ungefähr gleichem Schmuck mit Dekorationen im Borre-Stil, was auf die zeitliche und künstlerische Überschneidung der beiden Stile bzw. den fließenden Übergang vom Borre-Stil zum Jelling-Stil zu erklären ist. Nahe bei der Wikinger Handelsmetropole Haithubu wurden die Überreste eines Wikingerschwertes gefunden der den Knauf im Jelling-Stil verziert wurde. Aber natürlich wurden auch andere Alltaggegenstände mit dem Jellingstil versehen und weit gehandelt, wie Funde in Island oder weiter östlich in Birka belegen.

 

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Der Mammen-Stil ca. 940 - 1000

Der Mammen-Stil, der wohl das 10. Jahrhundert des wikingerzeitlichen Frühmittelalter die skandinavische Ornamentkunst dominierte, erhielt seinen Namen wegen eines Fundes einer silbertauschierten Prunkaxt
eines adligen Wikinger, welche heute nur noch als Mammenaxt bezeichnet wird, das sie bei Mammen in Mitteljütland entdeckt wurde. Der Mammen-Stil ist eine stilistische Erweiterung zu dem zeitlich früher beginnenden Jelling-Stil, wobei aber die die Proportionen sind stattlicher und auch naturalistischer wiedergegeben werden. Erstmals auch verstärkt Einflüssen der Franken und Angelsachsen inspiriert, finden sich verstärkt pflanzlicherer Elemente wie Weinreben, Lappen und Spiralen niederschlagen, die jetzt häufiger in Verbindung mit Tiermotiven zu finden sind. Der Mammen-Stil war in ganz Skandinavien und den besiedelten Gebieten Nordeuropas, insbesondere auf den britischen Inseln, weit verbreitet.


Einen der bekanntesten Darstellungen des Mammen-Stils findet man auf den berühmt Großen Runenstein von Jelling, den Harald Blauzahn um 965 setzten ließ. Eine Seite des Steines zeigt einen Löwen inmitten einer verschlungenen Blattornamentik, eine weitere Christus am Kreuz, gleichfalls eingerahmt von Rankenwerk.  Ein weiteres bekanntes Schmuckstück welches mit diesem Stil verziert wurde ist das Schmuckkasten der Hl. Kunigunde, welches heute im bayrischen Museum zu besichtigen ist. Der Schmuckkasten stammt ursprünglich aus Schonen und wird auf 1000 datiert, man geht von einer Schenkung aus. In Prag befindet sich eines der wenigen mit den Mammen-Stil veredelten Schwerter, das Schwert des St. Stephan. Es ist die Waffe eines Karolinger Adligen, welches von einen Wikingerschmied gefertigt wurde und auch etwa auf 1000 nach Christus datiert wurde. Die Verzierungen befinden sich auf dem Parier und sind heut auch nioch gut zu erkennen. Zwei von vielen anderen Grabkreuzen bzw. belegen den einfulss der wikingerzeitichen Mammen-Stil unter den Angelsachsen das Odd`s Cross und Thorleifs Cross. Beide befinden sich auf der Isle of Man, einer Insel zwischen zwischen England und Irland.

Die Besonderheiten der Mammen-Stil sind im Gegensatz der vorher existierenden Wikinger Kunststile seinen Fokus nicht mehr nur auf Figuren richtet, sondern verstärkt Darstellungen von Pflanzen wie Weinranken und andere Rankenformen. Desweiteren bricht der Mammen-Stil mit einer weiter Aspekt der bisherigen Wikinger Schmuckstile, er ist nicht mehr symetrisch was gearde bei den neuen Stilelementen den Ranken auffällt. Bei Tierdarstellungen sind die Körper jetzt fülliger und die Proportionen natürlicher, ganz im Gegensatz zu den schmal und bänderartig Vorläufer. Da der Mammen-Stil nicht auf Massenproduktionen gefunden wurde, sondern oft nur auf Einzelstücken aus edlen Materialien wie Silber und Walroß- bzw Mammutbein, gehen einige Archäologen davon aus, das es sich um einen eher edlen und selternen Stil handelt, belegt ist das allerding nicht.

 

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Der Ringerike-Stil ca. 11. Jahrhundert

Auf den Mammen-Stil folgte eine sagen wir mal Weiterwicklung bekannt als Ringerike-Stil, auch bekannt als Runenstein-Stil, benannt nach einer Landschaft in Norwegen. Mehr als hundert Einzelfundestücke aus Stein, Knochen und Metall, die in Skandinavien, Irland und den britischen Inseln gefunden wurden, veranschaulichen diesen Kunststil, der seine Einflüsse zunehmen aus der ottonischen und angelsächsischen Buchmalerei und dem Christentum entnahm. Da wundert es nicht das der Verbreitung des Ringerike-Stil mit dem Einzug des Christentums in Skandinaviens und Island zusammenfallen.

Sein Verbreitungszeitraum reicht vom Anfang bis zur zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts. Der Ringerike-Stil ist der einzige Wikinger Kunststtil, der nicht nach einem tatsächlichen Fundort benannt ist. Stattdessen ist der Kunststil nach dem Gebiet von Ringerike benannt, das etwas nördlich von Schwedens Hauptstadt Oslo liegt und die Quelle des Sandsteins ist, aus dem viele Runensteine ​​bestehen. Ansonsten findet man den Ringerike-Stil in diese Zeit oft an metallenen Fahnen und hölzernen Schnitzarbeiten, Schmuckstücken, rosettenartige Kreuze, Waffen, Broschen und auch auf vielen schwedischen und norwegischen Runensteinen dieser Zeit, daher auch die umgangssprachliche Bezeichung als Runenstein-Stil.

Die Besonderheit des Ringerike-Stils ist das es sich eher um eine "Christianisierung" des wikingerzeitlichen Mammen-Stil, bei dem die gleichen Säugetierdarstellungen wie Löwen, Schlangen und Vögel, weniger mystisch dargestellt werden, sondern jetzt eher eine naturalistische Darstellung mit entsprechender Symetrie bzw. Spiegelung bekommen. Diese findet sich auch auf den vielen Blatt und Rankenornamenten wieder, wie sie bereit in der ottonischen Buchmalerei der Franken Platz gefunden hat. In Irland begann mit dem Ringerike-Stil erstmals eine Vermischung der irischen Knotenmuster mit der Wikinger Ornamentik, was zu einzigartigen und kunstvollen Flechtband- und Schlaufenornamentik auf der Grünen Insel führte und heute auch noch zu finden ist.

 

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Der Urnes-Stil ca. 1040 – 1110

Der letzte der wikingerzeitlichen Stile erhielt seine Bezeichung durch die Schnitzereinen am Giebel der Stabkirche von Urnes in Westnorwegen gaben dem letzten Stil der wikingischen Ornamentkunst seinen Namen. Kennzeichnend für den Stil sind feinlinige, ineinander verflochtene Tierdarstellungen. Das Zentrum der Verbreitung des Urnes-Stil befindet sich wohl in Norwegen und Schweden, wo er auch als Runen-Stil bezeichnet wird. Von da aus verbreitete er sich in fast ganz Nordeuropa. Die wohl bekannteste Darstellung, neben der Kirchenschnitzerei in Urnes erfährt dieser Stil aber gemeinsam mit dem Mammen-Stil und dem Ringerike-Stil auf dem berühmten Teppich von Bayeux. Aber auch Funde auf Gotland, wie diese geriffelte Silberschale

Die Besonderheiten der Urnes-Stil sind, das es fast ausschließlich Darstellung von großartigen Tiermotive, die sich auffallend sehr ähnliche und standartisierte Weise ausgeführt werden, wie man auf den berühmten Jarlabanke Runensteinen in Schweden heute noch erkennen kann. Es finden sich neben selteneren Pflanzenmotive auch Drachenmotive die dann meist auf Broschen zu finden sind. Diese sind oft durchbrochen sind, um den filigranen Schmuckstil zu unterstützen (siehe unser Bild unter). Seine Verbreitung erfuhr er der Urnes-Stil in ganz Skandinavien, Norddeutschland und England. In Irland konnte er sich nicht wirklich gegen den ebefalls aus Skandinavien eingeführten Renrike-Stil durchstetzen, sodas dort kaum Belege wir diesen wikingerzeitlichen Kunststil zu finden sind.

 

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Der Terslev-Stil?

Es fehlt noch ein Wikingerstil? Ihr habt schonmal gelesen von den sogenannten Terslev-Stil? Bei diesem "Stil" der nicht näher datiert wurde, handelt es sich um eine besondere Fertigungstechnik von wikingerzeitlichen Schmuck. Dabei wird der Schmuck nicht in einem Stück gegosssen, sondern es wird auf eine Grundplatte, Scheibe etc. einzelne Perlen, Drähte, Ringe und andere Kleinteile aufgelötet, was zu einzigartigen und besonders hochwertigen Schmuckstücken, meist Amulette führt. Ein Beispiel dafür ist der Goldschatz von Hiddensee, aber Funde verteilt über den gesamten Ostseeraum belegen die hohe Handwerkskunst der Wikinger Kunstschmiede. Der Schmuckstil allerdings entspringt eher den Frankenreich und es handelt sich damit nur um Nachbildungen mittels einer sehr aufwendigen Handwerkstechnik.

 

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Eine echte Empfehlung zum Thema Kunstformen und Stile der Wikinger ist die Seite von Jonas Lau Markussen.

 

Quellen:

Wikpedia

Jonas Lau Markussen: The Anatomy of Viking Art

Graham-Campbell: Wikinger-Kunst

Jörn Stäecker: Entschlüsselung der Wikingerkunst, Die christliche Ikonographie des Bamberger Heiligtums

Torsten Capelle: Kultur- und Kunstgeschichte der Wikinger

Dänemark Nationalmuseum

 

Copyright Bilder: Andre Liesegang

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