Das Mittelalterkleid

Die Geschichte des Kleides

Kleider trugen Frauen bereits in der Antike und weit davor, sie waren schon damals elementarer Bestandteil eine weiblichen Gewandung. Der Begriff Gewandung kommt aus dem mittelalterlichen Reenactment (Mittelalter Darstellung), und hat sich auch im Live Action Roll Play (LARP) durchgesetzt. Kleider können zu den verschiedensten Anlässen getragen werden, ob es nun nun zum Mittelaltermarkt, auf einem Festival, einem Ritteressen oder einer LARP-Con ist, Gewandungen oder in dem Fall Kleider machen Leute, weswegen man das ein oder andere bedenken sollte wenn man sich ein Mittelalterkleid oder ein fantastisches Kleid für seinen Elbencharakter kaufen möchte. Immer dran denken, ob nun für den Mittelaltermarkt oder dem Live Rollenspiel, das richtige Kleid ist ein Blickfang für viele Anlässe und kann die Weiblichkeit der Trägerin erstrahlen und die gewünschte Aufmerksamkeit erzielen.

Kleider in der Antike

Schon in der Antike wurden Kleider in verschiedenen Farben getragen, zwar noch in offener Form und mit Fibeln und Gürtel drapiert, aber sie waren schon als Kleid zu erkennen. Bei den Germanen und Kelten war der sogenannte Peblos ein schlauchförmiges funktionales Gewand bei den Frauen weit verbreitet, welches wie bei den Griechen und Römern schon durch Fibeln und der Schulter und einem Gürtel an der Hüfte fixiert wurde. Die Fibeln und Gürtel dienten dabei als Schmuck und als Verschluss. Beim Material kam überwiegend Wolle zum Einsatz, bei reicheren Griechen und Römern bestanden die Gewänder durchaus auch aus indischer Baumwolle oder chinesischer Seide.


Kleider im Frühmittelalter

Im Frühmittelalter änderte sich diese Gewandung grundlegend. Frühmittelalterliche Frauen trugen direkt auf dem Körper “Särk“ fußlanges schlichtes Unterhemd, wobei sich mittlerweile der Begriff Unterkleid durchgesetzt hat. Funde in Birka zeigen allerdings auch Reste eines aufwendig hergestellten Leinensärk. Dieses Unterkleid war also de facto die Grundlage jeder weiblichen Gewandung im frühen Mittelalter.

Drüber wurde ein Hängerock oder Trägerrock getragen, normalerweise auch als Überkleid bezeichnet, welcher meist schlauchförmig, bzw. an der Seite schnürbar, manchmal auch vorne offen geschnitten und gewebt wurde und meist bis zu Wade ging. Dieser “Rock“ wurde nun auch mit Schlaufen oder Trägern über den Schultern fixiert, wobei die immer noch verwendeten Fibeln (Schalenfibeln oder auch Schildkrötenfibeln) am Schlaufenende eher als Schmuckstück getragen worden. Als Zierde für Überkleider wurden auch aufwendige Stickereien und Borten verwendet. Zusätzlich wurde für den Alltag auch eine Schürze verwendet und auch mit den Unterkleid kombiniert, um Witterung und Schmutz vom Körper fernzuhalten. Als Material wurde je meist Wolle oder Leinen verwendet.


Das Kleid im Mittelalter

Bis ins 11. Jahrhundert änderte sich an den frühmittelalterlichen Schnitten eher wenig, aufwendiger geschnittene und genähte Kleider waren der reicheren Oberschicht oder Adel vorbehalten.
Die normale Bevölkerung trug funktionale Gewandung, die wenig körperbetont war, was für die meisten Frauen eine Kombination aus Unterkleider, Überkleider und Schürzen bedeutete. Im Sommer waren diese schlichten Mittelalterkleider durchaus auch ärmellos und aus Leinen während im Winter Varianten mit Ärmeln und aus wärmender Wolle getragen wurden.

Ab dem 12. Jahrhundert wurde der Schnitt vieler Kleider ausgefallener und raffinierter. Das klassische Mittelalterkleid bekam einen A-Schnitt und Schnürung, um den Körper mehr zu betonen. Auch die Verzierungen wurden detailreicher und aufwendiger, Stickereien, Goldborten. Beim Material kamen ausgefallenere Stoffe wie Seide, Brokat und Samt für die edle Dame, die es sich natürlich leisten konnte zum Einsatz und so wurde ein auffälliges Kleid schnell zum Statussymbol.

Das Kleid im LARP

Im LARP (Live Action Rollen Play) ist stimmigen Gewandung ist ein großer Schritt für die Darstellung des eigenen Charakters, quasi das sichtbare Aushängeschild. Genau sie ist es natürlichem mit dem Kleider beim LARP.

Da man seinen Charakter frei entwickelt, muss man sich nicht zeitlichen und modischen Zwängen das Mittelalter Reenactment unterwerfen, sondern darf sich wählen was einem gefällt und zu seinem eigenen Charakter passt.

Trotzdem sind viele Mittelalterkleider ein guter Ausgangspunkt, wie das passende Kleid aussehen kann. Wenn der Charakter eine Magd ist, kann man natürlich einfach mal im mittelalterlichen Gegenstück sich Inspiration holen oder diese Kleider auch gleich nutzen. Ähnlichen kann man es zum Thema Piraten oder auch als edle Dame halten. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich fast immer!

Heutzutage gibt es allerdings “von der Stange“ auch viele Fantasiekleider die mittelalterlichen Kleidung entlehnt sind und sich thematisch mit dem Thema Elben, Kriegerinnen, Zauberinnen befassen. Der deutsche Hersteller Burgschneider ist dafür ein gutes Beispiel.

 

Grundsätzlich empfehlen wir euch uns einfach bei Interesse in wenig im Onlineshop zu stöbern und uns zur Anprobe oder Beratung im Ladengeschäft in Magdeburg zu besuchen, es lohnt sich.

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